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Tipps & Tricks

Veröffentlicht auf 17.02.2017 | von Eric Reichbaum

1 Kommentare

Schönere Fotos mit diesen einfachen Tipps!

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Ihr braucht keine teure Kameraausrüstung, um tolle Fotos von euren Projekten zu machen. Mit diesen einfachen Tipps erzielt ihr die besten Ergebnisse, ganz egal, ob ihr ein schnelles Foto mit dem Handy machen möchtet oder ein professionelles mit der Kamera.

Licht

Der Sensor einer Kamera nimmt aus dem einfallenden Licht Bilder auf. Gute Lichtverhältnisse sind daher für ein gelungenes Foto sehr wichtig. Vom Licht hängt es ab, ob das Foto ein Erfolg wird.
Für professionelle Produktbilder verwenden Fotografen meistens eine sogenannte Lichtwanne, eine Art Blitz in einer großen Box mit einem weißen Diffusor an der Vorderseite. Vielleicht habt ihr keine Lichtwanne parat, aber ihr habt bestimmt etwas ganz Ähnliches: ein ganz normales Fenster.
Fenster sind eine der attraktivsten Lichtquellen, da die Sonne sich mit einem Blitz vergleichen lässt und das Fenster wie ein Diffusor an der Vorderseite der Lichtwanne funktioniert. Für noch bessere Fotos kann ein dünnes weißes Tuch oder ein Vorhang am Fenster das Licht weiter streuen und so harte Schatten vermeiden.
Gemischte Lichtquellen sollten stets vermieden werden. In einem Raum mit Fensterlicht, einer Leuchtstofflampe an der Decke und einer anderen Lampe mit Wolframglühbirne sollte man zum Beispiel keine Fotos machen. Ohne zu sehr ins technische Detail zu gehen – dabei entstünden unvorteilhafte Ergebnisse mit verschiedenen „Farbtemperaturen“ oder Farbtönen.
Die besten Fotos erzielt ihr, wenn ihr alle künstlichen Lichtquellen ausschaltet, euer Werk in der Nähe eines Fensters platziert und das schöne natürliche Licht nutzt. Wenn ihr bei Nacht ein Foto machen wollt oder es draußen einfach zu bewölkt ist und ihr nicht warten könnt, bis sich die Sonne blicken lässt, dann versucht, nur eine Art künstlicher Lichtquelle zu verwenden.
Könnt ihr erkennen bei welchen Lichtverhältnissen diese drei Bilder aufgenommen wurden?

Das Bild auf der linken Seite wurde mit einem in der Kamera integrierten Blitz aufgenommen. Ihr seht sicher den hässlichen Schatten an der Wand und das bläuliche Licht. Das Bild in der Mitte wurde unter dem Licht einer Leuchtstofflampe aufgenommen und sieht daher etwas langweilig aus. Das letzte Foto wurde mit schönem, natürlichem Licht geschossen. Ihr seht, es ist einfach viel schöner!

Positionierung

Wenn ihr das mit dem Licht einmal heraus habt, dann sehen eure Bilder sofort besser aus. Aber wir sind noch nicht fertig. Im nächsten Schritt geht es um die Positionierung. Es wurden viele Bücher zu diesem Thema geschrieben, aber wir gehen hier nur auf Grundsätzliches ein.

Denkt einen Moment über Bildkomposition nach, wenn ihr euer Projekt platziert und die Kamera darauf richtet. Es gibt bestimmte „Regeln“, wie z. B. die Drittel-Regel. Aber ihr könnt bereits sehr viel lernen, wenn ihr euch anseht, wie die Fotos auf unserer Webseite oder in eurer Lieblingszeitschrift aufgenommen werden.

Das Bild oben verfügt über viel zu viel leeren Raum – ein Beispiel für eine misslungene Bildkomposition. Beim nächsten Bild sieht die Mütze voller aus und füllt den Platz aus. Dadurch wirkt sie schon gleich viel ansprechender!

Diese Clutch ist wunderschön, kommt aber mit diesem Foto nicht richtig zur Geltung. Seht ihr, was hier falsch ist? Das Bild ist langweilig und zeigt die Tasche nicht im Gebrauch. Und die Beleuchtung ist auch nicht besonders gelungen, findet ihr nicht? Auf der linken Seite sieht man das natürliche Fensterlicht und von oben dann eine künstliche Lichtquelle in hässlichem Gelb/Orange. Die Farbe des Hintergrunds harmoniert außerdem nicht mit der schönen Farbe der Clutch. Wir können das Bild aufwerten, indem wir die Tasche mit einem Model in Szene setzen.

So sieht man gleich, wie die Clutch verwendet werden kann, das Licht ist besser und das Bild wirkt einfach viel interessanter.

Das Motiv richtig in Szene setzen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, euer neuestes Werk abzulichten. Aber sehen wir uns einmal die besten Methoden an.

Tragen

Wenn es sich beim Motiv um etwas handelt, was man tragen kann, warum dann nicht an einem Model zeigen, wie? Ihr müsst dabei kein professionelles Model rekrutieren. Freunde oder Familie schaffen das auch. Zuerst müsst ihr euch überlegen, wo euer Model sich positionieren soll. Seht euch diese beiden Bilder von Ed mit dieser schicken Mütze von MillaMia an.

Das Foto auf der linken Seite ist natürlich mit Absicht schlecht aufgenommen worden. Wie viele Fehler seht ihr? Schlechte Haltung, das Hemd schaut raus, unruhiger Hintergrund, Kamerablitz, das Model schaut in die Ferne … Da sieht das Foto auf der rechten Seite doch viel besser aus! Ed lächelt, steht gerade und dank eines großen Fensters haben wir eine schöne, sanfte Beleuchtung.

Hinlegen

Fotos mit liegenden Motiven sind in letzter Zeit sehr beliebt, deshalb wird es immer schwerer, sie einzigartig zu gestalten. Wenn ihr so ein Foto machen möchtet, solltet ihr ein paar Dinge beachten. Zunächst solltet ihr das Bild nicht mit zu vielen Accessoires und anderen Gegenständen überladen. Dabei würde nämlich von dem Hauptmotiv abgelenkt. Ich hab viele Bilder gesehen mit Tassen, Telefonen, kleinen Pflanzen und sogar einer Katze. Accessoires können das Hauptmotiv betonen, wenn sie sparsam und geschmackvoll verwendet werden. Man darf es nur nicht übertreiben.
Denkt im nächsten Schritt über den Hintergrund nach. Ein einfarbiger Hintergrund ist häufig am besten geeignet. Je nach Motiv können auch strukturierte Oberflächen wie Steinwände, Holzböden oder Tische als Hintergrund toll aussehen. In vielen Bildern sieht man als Hintergrund ein Betttuch. Das ist zwar einfarbig, wirft jedoch häufig störende Falten.
Das folgende Bild hat genau die richtige Anzahl an Accessoires, die hier nicht übertrieben wirken.

Aufhängen

Manche Artikel wie Schals und Schultertücher können auch toll an einem Haken oder Bügel aufgehängt werden. Dabei müsst ihr nur sicherstellen, dass euer Werk schön hergerichtet ist, damit es auf dem Foto gut aussieht. Hier gelten natürlich die gleichen Regeln wie oben: nicht mit zu vielen Accessoires überladen und unruhige Hintergründe vermeiden. Wenn ihr einen Bügel verwendet, solltet ihr außerdem unbedingt einen schönen Holzbügel nehmen, nicht den billigen Plastik- oder Metallbügel aus der Reinigung.

Auf die Details kommt es an!

Ihr habt so viel Zeit mit aufwendigen Maschen und Designdetails verbracht, dass ihr sie unbedingt in einem detaillierten Foto festhalten müsst. Bei manchen Artikeln heißt das, dass ihr nur einen Teil des Musters ablichtet. Bei anderen Artikeln könnt ihr hingegen einfach eine Nahaufnahme machen. Viele Kompaktkameras haben einen Makro-Modus für Nahaufnahmen (häufig mit einer Blume gekennzeichnet). Wenn eure Kamera diese Einstellung nicht hat oder ihr mit einem Handy fotografiert, könnt ihr einfach so nah an das Objekt herangehen, dass sie dabei noch scharf stellt.

So, diese einfachen Tipps sollten euch dabei helfen, bessere Fotos von euren Projekten zu machen. Denkt daran: das Ergebnis eurer harten Arbeit soll auch auf Bildern so schön wie möglich aussehen! Ein besonderes Dankeschön gilt Therese, die die schöne Vogelmütze, Decke und das Decken-Sechseck gestrickt und gehäkelt hat, und Amanda, von der die Alpaka-Puppe stammt.
Frohes Stricken und viel Spaß beim Fotografieren!

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Über den Autor

Eric ist Fotograf, Autor, Kletterer, Skifahrer, Reisender und seit kurzem auch Stricker. Seine Arbeit wurde in vielen internationalen Zeitungen, Zeitschriften, Websites und sogar einer Plakatwand in Brooklyn veröffentlicht.




Ein Kommentar zu Schönere Fotos mit diesen einfachen Tipps!

  1. Yuliya meint:

    Tolle Tipps!

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